Reise



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Schaffen Sie schnell Abhilfe bei der Reisekrankheit

Die Reisekrankheit befällt Sie immer dann, wenn Sie es am wenigsten gebrauchen können: Unterwegs im Bus, im Flugzeug, im Auto oder auf einem Schiff. Sie entsteht meist durch die ungewohnte Bewegung in dem jeweiligen Verkehrsmittel, kann aber auch psychisch bedingt sein.

Symptome und Ursachen der Reisekrankheit
Schätzungen zufolge leiden 10 Prozent aller Menschen unter der Reisekrankheit. Sie wird auch als Reiseübelkeit bezeichnet, weil die plötzliche Übelkeit bis hin zum Erbrechen eines der häufigsten Symptome der Krankheit ist. Doch die Reisekrankheit hat noch viele weitere unangenehme Begleiterscheinungen:

• Schwindel
• Kopfschmerzen
• Appetitlosigkeit
• Müdigkeit
• Durchfall
• Starke Schweißausbrüche
• Permanenter Schluckreflex
• Hyperventilieren
• Herzrasen

In der Medizin ist die Reisekrankheit auch unter dem Begriff „Kinetose“ bekannt. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Bewegungsschwindel“ und genau darin liegt auch die Hauptursache begründet: Durch die ungewohnte Beschleunigung in Verkehrsmitteln wird ein Bewegungsschwindel erzeugt, der zu den typischen Symptomen der Reisekrankheit führt. Meist werden sie durch Stresshormone noch verstärkt. In schweren Fällen kann es in Folge einer Reisekrankheit auch zu Depressionen und Kreislaufzusammenbrüchen kommen.

So beugen Sie der Reisekrankheit vor
Unbehandelt können die Symptome, die durch die Reisekrankheit hervorgerufen werden, bis zu drei Tage andauern. In den Fällen, in denen die Krankheit psychische Ursachen hat, reicht es oftmals schon aus, Placebos einzunehmen. Das ist zum Beispiel bei der Flugkrankheit der Fall, welche aus einer Flugangst resultieren kann. Wenn Sie mit dem Schiff unterwegs sind, sollten Sie eine Kabine buchen, die sich möglichst in der Mitte des Schiffs befindet. Am Heck oder Bug sind die Bewegungen des Schiffs deutlich stärker zu spüren, was sich negativ auf die Reisekrankheit auswirkt. Wenn Sie als Beifahrer beim Autofahren Probleme verspüren, richten Sie Ihren Blick immer nach draußen. Beobachten Sie die Straße und verzichten Sie darauf, ein Buch zu lesen, denn dadurch würden sich die Symptome verschlimmern. Im Bus wählen Sie am besten einen Platz, der sich vor der Vorderachse befindet. Regelmäßige Pausen sind bei allen Reisen sinnvoll, um Ihrem Körper einen Moment der Entspannung zu gönnen. Kauen Sie einen Kaugummi und nehmen Sie weder Kaffee noch Alkohol zu sich. Auch durch Rauchen können die Symptome der Reisekrankheit noch stärker werden.

In schlimmen Fällen helfen Medikamente
Es gibt verschiedene Arzneimittel, die in schweren Fällen der Reisekrankheit Linderung verschaffen. Bei Auto- und Flugreisen bieten sich zum Beispiel Kaugummis oder Tabletten mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat an. Kaugummis haben dabei oft eine schnellere Wirkung als Tabletten. Sie lindern die Symptome in der Regel schon nach 30 Minuten. Die Wirkungsdauer liegt bei bis zu vier Stunden. Kleinkinder können Zäpfchen mit demselben Wirkstoff verabreicht bekommen. Darüber hinaus werden vom Arzt auch spezielle Medikamente gegen die Reisekrankheit verschrieben, sodass ein Arztbesuch in schwerwiegenden Fällen immer anzuraten ist. Generell sollten Sie die Medikamente rechtzeitig vor Reisebeginn nehmen, um eine optimale Wirkung zu erzielen und Ihre Reise völlig symptomfrei zu verbringen.