Homöopathische Mittel



Homöopathische Mittel
Homöopathie verstehen und nutzen

Die homöopathische Behandlungsmethode - so umstritten sie auch unter medizinischen Fachleuten sein mag - ist eine vollkommen legitime Behandlungsmethode. Für die Anwender zählt lediglich, ob sie heilen kann oder nicht. Heutzutage ist es in vielen Haushalten normal, dass man eine homöopathische Hausapotheke eingerichtet hat.

Viele Patienten mit akuten Erkrankungen wie Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden oder Muskelschmerzen sind davon überzeugt, dass ein natürliches Ausheilen mit homöopathischer Unterstützung klüger ist als ein Unterdrücken des Symptoms. Was die Einnahme eines homöopathischen Präparates bewirkt, ist für die Anwender keineswegs nur ein Placebo-Effekt. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Selbstheilungskräfte auch durch solche Neben-Effekte aktiviert werden können.

Was möchte die Homöopathie erreichen?
Homöopathische Produkte möchten dem nicht mehr balancierten Organismus eines Erkrankten über hohe Heilmittel-Verdünnungen minimale Impulse zur Selbstheilung liefern. Genau deswegen ist diese ganzheitlich ausgerichtete Heilmethode unter Medizinern umstritten. Die symptom-orientierte Medizin heutiger Tage fragt nicht mehr nach der Ursache einer Störung oder Erkrankung. Sie bekämpft das Symptom.

Die Homöopathie hingegen betrachtet immer den gesamten Organismus in seiner gestörten Funktionalität. Die Kritiker der hahnemannschen Heilmethode behaupten, winzige Mengen eines Stoffes könnten keine Heilimpulse auslösen. Bisher konnte man Heilimpulse auch nicht mit empirischen Methoden nachweisen. Noch kritischer wird gesehen, dass es sich um Substanzen handelt, die nach dem Prinzip "Gleiches mit Gleichem heilen" ausgewählt werden.

Erwiesen ist jedoch, dass homöopathische Präparate in der Herstellung medizinische Standards erfüllen. Die Verschüttelung oder Verreibung von heilender Substanz und Träger - entweder Milchzucker oder einem Alkohol-Wasser-Gemisch - geschieht unter hygienisch einwandfreien Bedingungen. Da homöopathische Präparate auch bei Kleinstkindern oder Tieren nebenwirkungsfrei angewendet werden können, erfreuen sie sich großer Beliebtheit.

Die sogenannte Erstverschlimmerung weist darauf hin, dass es das richtige Präparat ist. Jedem Präparat werden bestimmte Krankheitsbilder zugeordnet. Hat man ein unpassendes Präparat für ein bestimmtes Krankheitsbild gewählt, geschieht eben nichts. Es entsteht allerdings auch kein Schaden. Homöopathie gehört an sich in die Hand eines erfahrenen Heilpraktikers oder Homöopathen. Bestimmte Präparate und Krankheitsbilder erlauben jedoch eine Selbstbehandlung.

Homöopathische Monopräparate, Urtinkturen und Komplexmittel
Die homöopathische Reiz- und Regulationstherapie zielt darauf an, aus dem Lot Gekommenes wieder in funktionelle Balance zu bringen. Dr. Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie, stellte mit seiner "Simile-Regel" althergebrachte Heilmethoden auf den Kopf.

Zu unterscheiden sind bestimmte Verdünnungen - so genannte Potenzen - und Darreichungsformen. Verarbeitet werden für die Herstellung homöopathischer Präparate sowohl pflanzliche, als auch tierische oder mineralische Grundstoffe. Diese können als potenziertes Monopräparat, in Kombination mit anderen Homöopathika als Komplexmittel oder als unverdünnte Urtinktur hergestellt werden.

Die Urtinktur dient als Basis für alle flüssigen Verschüttelungen. Bei festen Ausgangssubstanzen werden diese mit Milchzucker zu Tabletten oder winzigen Saccharose-Globuli verrieben. Die Grenzen der Homöopathie liegen dort, wo mangels körperlicher Regenerationsfähigkeit des Organismus an operative Methoden, Physiotherapie oder Antibiotika gedacht werden muss. Die Ziffern und Buchstaben hinter homöopathischen Präparat-Bezeichnungen deuten die Verdünnungsquote und Wirksamkeit der verschüttelten Substanzen an. D6 bedeutet eine Dezimalpotenz mit einer Verschüttelung oder Verreibung im Verhältnis 1:10. C6 definiert eine Verschüttelung im Verhältnis 1:100.